Scharfe Kritik übt der stellvertretende Vorsitzende der Linken, Klaus Ernst, am bayerischen Ministerpräsidenten Seehofer, der den Finanzausgleich zwischen armen und reichen Bundesländern in Frage stellt. Ernst wirft Seehofer vor, neue Mauern zwischen starken und schwachen Ländern errichten zu wollen. Er erklärt:
"Zwanzig Jahre nach dem Mauerfall will Seehofer neue Mauern errichten. Und diesmal nicht nur zwischen Ost und West sondern zwischen starken und schwachen Ländern in allen Himmelsrichtungen. Das ist geschichtsvergessen. Ausgerechnet Bayern ist ja nach dem Krieg durch die Solidarität der anderen Länder stark geworden. Kostenlose Kindergärten sind kein Luxus sondern ein Vorbild für den Freistaat. Wenn Seehofer nicht in der Lage ist, das zu sehen, dann ist er ein schlechter Vertreter bayerischer Interessen. Dieser Rückfall in die Kleinstaaterei darf sich nicht durchsetzen."