Das große Poststerben geht weiter: Die Deutsche Post hält an ihrem radikalen Sparkurs fest: Bis 2011 sollen bundeweit alle Postfilialen geschlossen werden. Allein in München sind davon vier Filialen betroffen: Die Filialen in der Maria-Probst-Straße, der Theresienstraße, am Helene-Mayer-Ring und in der Arnulfstraße. Auf dem Land in Bayern wirkt sich das Schließen noch verheerender aus und kann auch durch die wenigen privat betriebenen Postshops nicht behoben werden. Klaus Ernst, Spitzenkandidat der LINKEN in Bayern, erklärt dazu:
"Es zeigt sich, dass es richtig ist, gegen die Privatisierung der Post zu sein. Alle Versprechungen, der Service würde besser, es gäbe keine langen Schlangen mehr und keine überlasteten Mitarbeiter, hat sich in das Gegenteil verkehrt. Es zählt nur noch der Profit, auf Kunden und das eigene Personal nehmen Post-Manager keine Rücksicht mehr. Private Betreiber können keine langfristige Service-Sicherheit bieten, das hat sich in Bayern bereits gezeigt: Wenn sich eine Agentur nicht mehr halten kann, muss sie dicht machen. Wir sind solidarisch mit den Beschäftigten und der Gewerkschaft ver.di."