4. September 2009

Bayrische Wahlkampftour von Klaus Ernst in Nördlingen – Ernst spricht mit GewerkschafterInnen der Region: „Outsourcing ist keine Lösung“

Wahlkampftour in Nördlingen, Klaus Ernst, MdB DIE LINKEAuf seiner bayrischen Wahlkampftour besuchte Klaus Ernst am 4. September den Landkreis Donau-Ries. Nach dem Besuch in einem mittelständischen Betrieb in Nord-Schwaben diskutierte der Spitzenkandidat der LINKEN. Bayern am Nachmittag mit Gewerkschafterinnen und Gewerkschaftern.

Im Rahmen des informellen Gespräches im DGB-Jugendzentrum in Nördlingen wurden Erfahrungen der örtlichen Betriebsräte und Gewerkschafter über die beschränkten Mitbestimmungsmöglichkeiten gegen „Leiharbeitsfirmen“ und Outsourcing geteilt.

In diesem Zusammenhang warf der örtliche Direktkandidat der Partei „DIE LINKE“ und Kreisrat der Partei Manfred Seel der CSU Donau-Ries vor, dass die von ihnen initiierte Ausgliederung von Dienstleistungsbereichen bei Krankenhäusern und Altersheimen im Donau-Ries-Kreis in eine „Service GmbH“ letztlich auf eine „Kostensenkung durch Einsparung von  Löhnen“ hinauslaufe. „Was heute angeblich `nur` für das Küchen– und Reinigungspersonal gilt, kann morgen schon auch das Pflegepersonal betreffen“, betonte Seel.

Klaus Ernst, MdB DIE LINKE in Nördlingen beim DGBAus seiner bundesweiten Perspektive heraus teilte Klaus Ernst diese Sorge und mahnte an: „Krankenhäuser und Altersheime sind zur bestmöglichen Versorgung ihrer Patienten bzw. Bewohner zu verpflichten und dürfen nicht zum Zweck der Gewinnerzielung missbraucht werden.“ In ähnlich gelagerten Fällen wie der Donau-Rieser kommunalen „Service GmbH“ habe überall die Ausgliederung von Dienstleistungsbereichen zu wesentlichen Lohnverlusten für die Beschäftigten beim gleichzeitigen Sinken des Niveaus der Versorgung der Patienten und Bewohner geführt.

Einig war sich die Gesprächsrunde auch in der Frage, dass die geplante Anhebung des Renteneintrittsalters auf 67 Jahre auf jeden Fall verhindert werden müsse, zumal schon das jetzige Rentenalter von den meisten aus gesundheitlichen Gründen kaum erreicht werde. Außerdem verschärfe eine Erhöhung des Renteneintrittsalters die Situation auf dem Arbeitsmarkt, weil dadurch dringend benötigte Arbeitsplätze für junge Menschen blockiert werden.

Die Gesprächspartner waren abschließend der Meinung, dass der stattgefundene Gedankenaustausch bei sich bietenden Gelegenheiten fortgesetzt werden sollte.