DIE LINKE.
In einem offenen Brief solidarisiert sich Klaus Ernst mit dem Kampf der Beschäftigten zum Erhalt von Arbeitsplätzen und Zukunftsperspektiven im AlzChem-Werk Trostberg.
An die Beschäftigten von AlzChem
An die Bürgerinnen und Bürger von Trostberg
Arbeitsplätze halten – Zukunftsperspektiven sichern
Liebe Kolleginnen und Kollegen,
Liebe Bürgerinnen und Bürger,
ich möchte Euch und Ihnen hiermit meine Wünsche und Solidarität für den Kampf zum Erhalt von Arbeitsplätzen und Zukunftsperspektiven im AlzChem-Werk Trostberg übermitteln.
Das Schicksal des AlzChem-Werks ist beispielhaft dafür, dass unser Wirtschafts-system offensichtlich aus dem Ruder läuft: es geht nicht mehr darum, allen Menschen Waren und Dienstleistungen zur Verfügung zu stellen oder langfristig ein Unternehmen aufzubauen. Ein Beteiligungsfonds wie Blu0 will nur noch kurzfristig exorbitant hohe Renditen erzielen. Dafür wird blind für die Beschäftigten und die Menschen vor Ort gekauft, zerschlagen und weiter verkauft.
Wo Mitbestimmungsregeln ignoriert und Beschäftigte hinters Licht geführt werden, da ist Widerstand und lautstarker Protest angebracht. Private Equity Fonds wie BluO haben sich in den letzten Jahren zunehmen an Unternehmen beteiligt – und fast immer mit kurzfristigen Gewinninteressen auf Kosten der Beschäftigten. Damit muss endlich Schluss sein. DIE LINKE fordert deshalb unter anderem eine Stärkung der Arbeitnehmermitbestimmung bei Betriebsänderungen wie in diesem Falle.
Ich wünsche Euch alles Gute, viel Kraft und Durchhaltevermögen.
Mit solidarischen Grüßen,
Klaus Ernst, MdB