Mit großer Mehrheit haben Parteivorstand und Landesvorsitzende bzw. Landesprecherinnen und Landessprecher der LINKEN am 26. Januar diesen Jahres Klaus Ernst für das Amt des Parteivorsitzenden vorgeschlagen. Gemeinsam mit Gesine Lötzsch kandidiert er für den Bundesparteitag in Rostock am 15. und 16. Mai 2010 als Parteivorsitzender.
In seiner Kandidatur führt der stellvertretende Parteivorsitzende aus: "Millionenfach sind durch die Wirtschaftskrise Arbeitsplätze, Einkommen und soziale Errungenschaften bedroht. Der Profit als alleiniges Steuerungsinstrument der Ökonomie hat versagt. Die Finanz- und Steuerpolitik der letzten Jahre hatte eine beispiellose Umverteilung zu Gunsten der Unternehmen und Wohlhabenden zur Folge. Gleichzeitig haben Armut und prekäre Arbeitsverhältnisse zugenommen. Die Reallöhne sind gesunken, für viele Menschen droht Altersarmut."
Ernst fordert eine starke und konsequente LINKE: "Wir waren erfolgreich, weil wir unsere Kernpositionen konsequent und glaubwürdig vertreten haben. Daran möchte ich anknüpfen. Ich möchte eine LINKE, die durch konkrete praktische Vorschläge im Hier und Heute für eine Verbesserung der Lebensverhältnisse der Menschen sorgt. Ich möchte eine LINKE, die gemeinsam mit möglichst vielen Menschen innerhalb und außerhalb unserer Partei für eine Gesellschaft streitet, in der alle am gesellschaftlichen Fortschritt teilhaben und soziale und wirtschaftliche Gerechtigkeit selbstverständlich sind."