25. August 2011

Klaus Ernst: „Staatliche Subventionen für die Riesterrenten wären besser aufgehoben für die Finanzierung einer Mindestrente"

Die staatlich geförderte Riesterrente ist vor allem für Banken und Versicherungen ein lohnendes Geschäft. Seit Einführung der Riesterrente erhielten die Unternehmen rund 5,9 Milliarden Euro für Provisionen und Verwaltung, so die Antwort der Bundesregierung auf die schriftliche Frage von Klaus Ernst. Das sind rund 16 Prozent der Gesamteinlagen. Aus der Antwort des Bundesfinanzministeriums auf die Anfrage von Klaus Ernst geht außerdem hervor, dass der Staat von der Einführung der Riester-Rente bis Ende 2010 Grundzulagen von 4,2 Milliarden Euro sowie knapp vier Milliarden Euro Kinderzulagen für Riester-Sparer gezahlt hat.

 

"Jetzt ist nicht mehr zu leugnen, dass von den Riesterzulagen vor allem die Banken und Versicherungen profitieren. Milliarden versickern in deren Kassen", so Klaus Ernst. Die staatlichen Subventionen für die Riesterrenten "wären besser aufgehoben für die Finanzierung einer Mindestrente, damit künftig niemand im Alter weniger als 850 Euro hat", statt die Altersversorge über die Kapitalmärkte zu finanzieren. Hiervon profieren vornehmlich Banken und Versicherungen, nicht aber die Versicherten.

Antwort der Bundesregierung auf die schriftliche Frage von Klaus Ernst