15. Dezember 2011

Entschließungsantrag der Fraktion: Rente erst ab 67 - Risiken für Jung und Alt

Es ist fünf vor zwölf, um die Rentenkürzung durch die Rente erst ab 67 zu verhindern. Bereits ab Januar 2012 werden die Menschen durch die Rente erst ab 67 mit zusätzlichen Abschlägen bestraft.

Es ist sozialpolitisch unverantwortlich, an der Anhebung des Renteneintrittsalters festzuhalten. Die Antwort der Bundesregierung auf die Große Anfrage (Bundestagsdrucksache 17/7966) belegt dies eindrücklich. Entgegen dem allgemeinen Trend ist die Lebenserwartung von langjährig rentenversicherten Männern mit deutlich unterdurchschnittlichem Einkommen in den vergangenen zehn Jahren um 1,5 bis zwei Jahre gesunken. Männer dieser Gruppe starben im Jahr 2010 durchschnittlich vor dem 76. Lebensjahr und damit bis zu zwei Jahre früher als noch im Jahr 2001. Alarmierend ist dieser Trend in den neuen Bundesländern.

Nicht einmal zehn Prozent der 64-jährigen sind sozialversicherungspflichtig beschäftigt. Nur wenige Menschen gehen mit 65 Jahren direkt aus einer Erwerbstätigkeit in die Rente. Bereits im März 2012 belaufen sich die zusätzlichen Abschläge durch die Rente erst ab 67 auf bis zu 0,9 Prozent. In den nächsten Jahren steigen die zusätzlichen Abschläge auf bis zu 7,2 Prozent. Eine Rente nach 45 Jahren Durchschnittsverdienst würde damit um fast 100 Euro gekürzt. Für heute Erwerbstätige, für die jüngere Generation insgesamt, ist die Rente erst ab 67 also schlicht eine zusätzliche Rentenkürzung.

Der komplette Antrag als PDF (17/8151)