31. Oktober 2011

Wir brauchen einen gesetzlichen Mindestlohn - Arbeit darf nicht arm machen

Immer mehr Menschen sind in Deutschland von Niedriglöhnen betroffen. Damit setzt sich der Trend der vergangenen zehn Jahre ungemindert fort. Insgesamt liegt der Anteil der sozialversicherungspflichtigen Vollzeitbeschäftigten im Bundesgebiet, die im Niedriglohnsektor arbeiten bei jetzt 22,8 Prozent. Gegenüber 2009 bedeutet dies einen Anstieg fast 200.000 Beschäftigte.

Nach Jahresstatistik der Bundesagentur für Arbeit zu den Bruttolöhnen der Vollzeitbeschäftigten für das Jahr 2010 arbeitet mehr als jede dritte Frau und nahezu jeder zweite Jugendliche unter 25 Jahre (ohne Auszubildende) unterhalb der Niedriglohnschwelle. Diese lag im Jahr 2010 bei einem Monatseinkommen von 1802 Euro. „Wir brauchen einen gesetzlichen Mindestlohn von zehn Euro pro Stunde. In allen Parteien wächst die Einsicht: Arbeit darf nicht arm machen. Es ist an der Zeit, dass dieser gesellschaftliche Großkonflikt endlich abgeräumt wird“, so Klaus Ernst, Parteivorsitzender der LINKEN.

Fragen von Klaus Ernst an die BA (25.10.2011)