22. April 2010

Antrag der Bundestagsfraktion DIE LINKE: Mit Guter Arbeit aus der Krise

Der Finanzmarkt-Kapitalismus hat die Arbeitswelt nachhaltig geprägt. Prekäre Jobs - also Leiharbeit, Mini-Jobs, Befristungen, Teilzeit und Niedriglöhne - sind für einen großen Teil der Menschen mittlerweile zur Normalität geworden.

Unsichere, schlecht bezahlte Arbeit verunsichert die Beschäftigten, erzeugt ein Klima der Angst und wirkt disziplinierend. Insbesondere Leiharbeit wurde und wird zur systematischen Lohnsenkung eingesetzt.

Der vorliegende Antrag der Bundestagsfraktion DIE LINKE fordert einen grundlegenden Kurswechsel in der Arbeitsmarkt- und Beschäftigungspolitik: Leiharbeit soll strikt reguliert und Befristungen eingeschränkt werden. Niedriglöhnen setzt DIE LINKE einen allgemeinen gesetzlichen Mindestlohn und eine Stärkung der Gewerkschaften entgegen.

Um die wahnsinnige Jagd nach möglichst kurzfristigen Renditen zu beenden und die Ausrichtung von Unternehmen auf eine langfristige, nachhaltige und ökologisch verträgliche Produktion zu befördern, sollen die kollektiven Mitbestimmungsmöglichkeiten deutlich ausgeweitet und Anreize zum sozialökologischen Umbau der Wirtschaft gesetzt werden.

Antrag (Drs-Nr. 17/1396) zum Download