Im vorliegenden Artikel kritisiert Johannes Steffen von der Arbeitnehmerkammer Bremen die vor kurzem von einem Bündnis vertretene Forderung nach 500 Euro Kindergrundsicherung. Das Bündnis begründete seine Forderung nach einer Kindergrundsicherung, die jedes Kinder erhalten soll und die zu versteuern sei, damit dass das heutige System der finanziellen Familienförderung "intransparent, bürokratisch und sozial ungerecht" sei.
Bei genauerer Untersuchung des Vorschlags, wie sie im Text des Sozialpolitikexperten Steffen vorliegt, wird jedoch schnell klar: Kinderarmut ist zu allererst Elternarmut. Ohne ein ineinandergreifendes Konzept aus Wirtschafts-, Arbeitsmarkt-, Bildungs- und zielgenauer Sozialpolitik ist wenigen geholfen. Im Gegenteil: der vorliegende Vorschlag für eine Kindergrundsicherung würde die Hartz-IV-Abhängigkeit der Eltern weiter verschärfen.